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Anlaufstellen und Kontakte

Die Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) ist eine unabhängige Beratungsstelle unter dem Dach der Organisation LIFE Bildung, Umwelt Chancengleichheit e.V..
ADAS bietet Beratung und Begleitung zu Diskriminierungsfällen für Schüler*innen, Eltern/Sorgeberechtigte, Lehrkräfte und Schulbeschäftigte aller Berliner Bezirke, die an einer Schule diskriminiert wurden oder gegen eine Diskriminierung vorgehen wollen.
ADAS berät und unterstützt gleichermaßen zu allen Diskriminierungsdimensionen (rassistische Diskriminierung, Diskriminierung anknüpfend an die ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung, Sprache, sexuelle und geschlechtliche Identität, Behinderung und chronische Erkrankungen, Lebensalter, soziale Herkunft und sozialer Status).
Darüber hinaus bietet ADAS weitere Möglichkeiten der Unterstützung und Information durch Fortbildungen, Publikationen und Workshops für Schulen, Eltern und die interessierte Fachöffentlichkeit.

Die Arbeit der Anlauf- und Fachstellen fokussieren insbesondere die strukturelle Weiterentwicklung und legen deshalb einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit in den Angeboten. Sie haben das Anliegen, Prozesse in Bildungseinrichtungen zu initiieren. Dabei geht es darum, eine rassismus- und diskriminierungskritische Wahrnehmung, Haltung und Handlung (ein Ansatz von Katja Kinder und Peggy Piesche) in der pädagogischen Praxis anzustoßen. Dadurch soll ein angemessener Umgang mit Rassismus- und Diskriminierungsvorfällen in den Einrichtungen erreicht werden.

Die Anlauf- und Fachstellen bieten diskriminierungskritische Beratung, Fachberatung, Prozessbegleitung, psychosoziale Begleitung, Mediation, Vermittlung und Verweisberatung an. Zielgruppe sind Beteiligte in Bildungseinrichtungen wie (diskriminierungs- und rassismuserfahrene) Kinder und Jugendliche, Elternpersonen/Erziehungsberechtigte, sowie Professionelle wie Trägerschaften, Leitungen, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, weitere Fachkräfte (z.B. Elternbegleiter*innen, Fachkräfte für sprachliche Bildung, Fachberater*innen, etc.). Das Angebot richtet sich darüber hinaus an Mitarbeitende der Verwaltung.

Im Januar 2020 wurde die Anlauf- und Fachstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen und Kitas in Friedrichshain-Kreuzberg (AuF) vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg installiert. Die AuF nahm ihre Arbeit im Rahmen des Kooperationsverbunds Die Werkstatt. Familie, Schule und Jugendhilfe gemeinsam denken auf und steht in Trägerschaft der RAA Berlin. Die RAA Berlin trägt und unterstützt diskriminierungskritische Partizipationsprojekte in Bildungseinrichtungen und in der Kommune.

Zu den Angeboten der Anlauf- und Fachstelle gehören Beratung und Begleitung von Diskriminierungs- und Rassismuserfahrenen sowie die Qualifizierung des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen des Bezirks.

Im Januar 2023 wurde die Anlauf- und Fachstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen in Lichtenberg (AuF) vom Bezirksamt Lichtenberg installiert. Die AuFsteht in Trägerschaft der RAA Berlin. Die RAA Berlin trägt und unterstützt diskriminierungskritische Partizipationsprojekte in Bildungseinrichtungen und in der Kommune.

Zu den Angeboten der Anlauf- und Fachstellegehören Beratung und Begleitung von Diskriminierungs- und Rassismuserfahrenen sowie die Qualifizierung des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen des Bezirks. Dies geschieht auch in Kooperation mit der Regionalen Fortbildung.


OFEK e.V. – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung

OFEK e.V. ist die erste Fachberatungsstelle in Deutschland, die auf Antisemitismus und Community-basierte Beratung spezialisiert ist. OFEK berät, begleitet und unterstützt Betroffene, ihre Angehörigen sowie Zeug:innen antisemitischer Vorfälle und Gewalttaten. OFEK steht parteiisch an der Seite der Ratsuchenden und sieht seine Aufgabe auch darin, jüdische Perspektiven in die gesellschaftliche sowie politische Debatte einzubringen. Die Beratung von OFEK orientiert sich an den fachspezifischen Qualitätsstandards professioneller Opferberatung und bezieht sich auf alle Fälle mit sowie ohne Straftatbestand. OFEK bietet Einzelfallberatung, Gruppenangebote, eine bundesweite Hotline sowie regionale Unterstützung in Berlin, Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt an. Neben den regionalen Standorten der Beratung trägt OFEK in Sachsen und in Sachsen-Anhalt zwei regionale Meldestellen. OFEK bietet Beratung und Begleitung im Zuge antisemitischer Übergriffe und Vorfälle auf Deutsch, Englisch, Hebräisch und Russisch an. Alle Beratungsanfragen werden vertraulich und auf Wunsch anonym behandelt.