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- mit und über Gruppen von Personen sprechen

Häufig kennen Sie häufig nicht die Geschlechtsidentität aller Personen einer Gruppe. Dennoch können Sie respektvoll und korrekt mit und über diese Personen sprechen, indem Sie aus den folgenden Alternativen jeweils passende Formulierungen auswählen.

Wenn ausschließlich über Frauen oder Männer gesprochen oder geschrieben wird, sollte das auch in der Formulierung zum Ausdruck kommen. 

Beispiele:

  • Unser heutiger Gast ist Professorin der Physik
  • Als Vizepräsidentin begrüße ich Sie ganz herzlich bei dem diesjährigen Empfang für neuberufene Professorinnen. 
  • Übersicht der bisherigen Präsidenten der Freien Universität Berlin

Eine gute und auch textsparsame Möglichkeit geschlechterbewusster Formulierung ist die Verwendung substantivierter Partizipien. Sie ist vor allem im Plural leicht verwendbar. Im Singular empfehlen sich andere Formulierungen.

 Beispiele:

  • Die Universitäts-KiTa steht allen Mitarbeitenden und Studierenden der Universität zur Verfügung.
  • Lehrende können sich jetzt für das Weiterbildungsprogramm im Sommersemester anmelden.
  • Interessierte wenden sich bitte an die Koordinationsstelle.
  • Liebe Teilnehmende des Workshops

Eine andere Möglichkeit, Personen zu bezeichnen, ohne Aussagen über ihre geschlechtliche Zuordnung zu treffen, sind Benennungen der Funktion, in der Personen etwas tun. So bietet es sich an, Erweiterungen wie „-kraft, -hilfe, -person, -ung, -leute“ zu verwenden.

 Beispiele: 

  • Sehr geehrtes Team des Prüfungsbüros
  • [Vorname, Nachname], Mitglied der Auswahlkommission, trat nach der Sitzung vor die Presse.
  • Personen, die sich beworben haben, erhalten umgehend eine Bestätigung.
  • Die Seminarleitung führt eine Redeliste.
  • In diesen Feldern gibt es eine Fülle an qualifizierten Fachleuten.
  • Für die Promotion brauchen Sie zunächst eine geeignete Betreuung.
  • Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Dual Career Service.

Viele Menschen wollen oder können sich einer Norm von nur zwei Geschlechtern nicht zuordnen und werden mit Formulierungen wie „Bewerberinnen und Bewerber“ nicht korrekt adressiert. Der Unterstrich (Gender-Gap) bzw. das Sternchen bietet die Möglichkeit, nicht nur Frauen und Männer, sondern auch nicht-binäre, sowie Trans*- und Inter*-Personen sichtbar zu machen, die jenseits von „männlich“ und „weiblich“ existieren. Beide Formen werden mit einem „glottalem Stopp“ gesprochen, einer kurzen Pause dort, wo sich Unterstrich oder Sternchen befinden.

Beispiele:

  • Sehr geehrte Professor*innen
  • Alle teilnehmenden Praktikant_innen erhalten eine Bestätigung.
  • Informationen für Referent*innen 

Umformulierungen oder einleitende Nebensätze können genutzt werden, um eine eindeutige sprachliche Geschlechtszuordnung zu vermeiden. Unpersönliche Pronomen wie „Wer“, „Wenn“, „Alle, die...“, „Diejenigen, die...“ sowie die direkte Anrede und Passivformulierungen können dafür genutzt werden. Auch die Verwendung des Plurals ist in vielen Fällen hilfreich.

Beispiele:

  • Wenn Sie ein Stipendium erhalten, müssen Sie Ihre Leistungsnachweise in jedem Semester vorlegen.
  • Das Dokument wird Ihnen zum Download zur Verfügung gestellt.
  • Ihr Name, Ihre Unterschrift
  • Die Namen aller Personen, die zur Prüfung zugelassen sind, werden öffentlich bekannt gegeben.
  • Herausgegeben von…