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03.07.20, 9-13 Uhr: Online-Veranstaltung "Was heißt es als Erste*r in der Familie zu studieren? Herausforderungen und Chancen für Studierende und die Hochschullehre" in Kooperation mit ArbeiterKind.de

News vom 17.06.2020

Der Bildungsweg ist elementar im Leben eines Menschen und bestimmt die Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und soziale Mobilität. Die soziale Herkunft ist dabei ein maßgeblicher Faktor: In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, immer noch am Bildungsstand der Eltern ablesen. Die Ursache dafür, dass Studierende aus nicht-akademischen Familien an deutschen Hochschulen im Verhältnis unterrepräsentiert sind, liegt nicht an fehlender Begabung, sondern vielmehr am Fehlen von Vorbildern im familiären Umfeld und an Hochschulen. Auch ist der Zugang zu notwendigen Informationen für sie ungleich schwieriger.

Um dieser Ausgangslage bewusst entgegenzutreten werden wir in diesem Online-Workshop Wirkweisen und Erleben von Bildungsbenachteiligung reflektieren und Handlungsmöglichkeiten für die Anerkennung, Wertschätzung und Stärkung von Studierenden der ersten Generation erarbeiten. Methoden zur Selbsterfahrung und -reflexion stehen dabei im Mittelpunkt um Antworten auf die Fragen zu finden: “Was brauchen Studierende der ersten Generation um ihr Studium erfolgreich abschließen zu können und wie können wir als Hochschullehrende den Bildungsaufstieg fördern?”

Workshopziele

  • Sensibilisierung für die ungleiche Verteilung von Bildungschancen
  • Erkennen von Ausdrucksformen von Benachteiligungen aufgrund der sozialen Herkunft auf individueller und struktureller Ebene
  • Sensibilisierung für studentische Vielfalt sowie Herausforderungen für und Stärken von Studierende der ersten Generation
  • Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten für Lehrende

Organisatorisches

Der Workshop findet als Online-Veranstaltung am 03.07.20 von 9.00 bis 13.00 Uhr statt. Wir nutzen für die Veranstaltung Zoom, damit wir auch bei der Arbeit in Untergruppen die Kameras aktivieren und so besser kommunizieren können.

Anmeldung unter kontakt@genderdiversitylehre.fu-berlin.de

Teilnehmen können Lehrende der Freien Universität Berlin. Es gibt eine begrenzte Teilnehmendenzahl. Die Veranstaltung kann als halber Tag im Aufbaumodul von SUPPORT für die Lehre angerechnet werden.

Trainer*innen

Hannah Rindler und Silke Tölle-Pusch

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