Gender- und diversitätsbewusste Sprache in der Lehre

Alte Drucklettern (Druckbuchstaben) aus Holz in verschiedenen Farben und Größen.

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Sprache spielt im Lehralltag eine große Rolle. Sie ist – ob gesprochen, in Form von Texten oder als Körpersprache – die zentrale Kommunikationsform zur Vermittlung von und Verständigung über Lehrinhalte. Sprache stellt Beziehungen zwischen Personen her. Sie transportiert Normen, Ideen und Vorstellungen und prägt so unser Bewusstsein. Dinge, für die wir Worte haben, können wir uns besser vorstellen. Wie Wirklichkeit beschrieben wird z.B. eine Person oder ein Beruf, hat großen Einfluss darauf, wie wir diese Wirklichkeit wahrnehmen und was wir glauben, darin bewirken zu können.



Drei gute Gründe, eine gender- und diversitätsbewusste Sprache zu verwenden:

  • Sichtbarkeit herstellen: Die Anwesenheit und die Leistungen aller Mitglieder der Universität anerkennen und auch sprachlich abbilden.
  • Alle ansprechen: Studierende und andere Mitglieder der Universität so adressieren, dass sich alle wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen.
  • Stereotype Darstellung und Diskriminierung vermeiden: Eine Sprache verwenden, die Menschen nicht verletzt, herabsetzt oder als „exotisch“ darstellt, sondern wertschätzt und anerkennt.

Für einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch gibt es bereits rechtliche Grundlagen. In der gemeinsamen Geschäftsordnung der Berliner Verwaltung ist beispielsweise eine sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern festgehalten (GGO I, § 2 Abs. 2). Auch die Freie Universität Berlin hat sich 1990 mit dem Erlass der Frauenförderrichtlinien (FFR, § 29 Abs.2) zur Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache verpflichtet. Auch im Rahmen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG §3) ist das rechtliche Vorgehen gegen diskriminierende Sprache möglich.

Es gibt nicht eine richtige Lösung für gender- und diversitätsbewusste Sprache. Im Folgenden erfahren Sie, worauf Sie achten sollten und lernen verschiedene Möglichkeiten des kreativen Gebrauchs von Sprache kennen, die alle Adressierten benennt. Geschickte und inklusive Formulierungen zu finden hat auch viel mit Routine zu tun und fällt mit der Zeit immer leichter.

Genderbewusste Sprache

Wenn in gesprochener oder geschriebener Sprache ausschließlich die männliche Form (das generische Maskulinum) verwendet wird, entsteht bei Zuhörenden oft der Eindruck, dass es sich bei den beschriebenen Personen ausschließlich um Männer handelt. Luise F. Pusch demonstriert das in dem Satz „99 Sängerinnen und ein Sänger sind zusammen 100 Sänger“ (Pusch 1990). Auch empirisch konnte belegt werden, dass die Vorstellung von Wirklichkeit, die das generische Maskulinum erzeugt, Frauen nicht konsequent beinhaltet. Stefanowitsch 2011, Vervecken/Hannover 2015

Welche Bilder haben Sie vor Augen, wenn Sie Formulierungen wie „Tutoren gesucht“ oder „talentierte Nachwuchswissenschaftler“ lesen oder hören?

Das ist deshalb problematisch, weil Frauen* und ihre Leistungen auf diese Weise unsichtbar gemacht werden. Besonders in Bezug auf Vorbilder oder unsere Vorstellung davon, wer in dieser Gesellschaft, speziell in Wissenschaft und Hochschule, von Bedeutung ist, ist es erforderlich, sprachlich genau zu sein.

Hier finden Sie eine Auswahl an genderbewussten Alternativen zum generischen Maskulinum:

Eine gute und auch textsparsame Möglichkeit geschlechterbewusster Formulierung ist die Verwendung substantivierter Partizipien. Sie ist vor allem im Plural leicht verwendbar. Im Singular empfehlen sich andere Formulierungen.


Beispiele:

  • Die Universitäts-KiTa steht allen Mitarbeitenden und Studierenden der Universität zur Verfügung.

  • Lehrende können sich jetzt für das Weiterbildungsprogramm im Sommersemester anmelden.

  • Interessierte wenden sich bitte an die Koordinationsstelle.

Viele Menschen wollen oder können sich einer Norm von nur zwei Geschlechtern nicht zuordnen und werden mit Formulierungen wie „Bewerberinnen und Bewerber“ nicht korrekt adressiert. Der Unterstrich (Gender-Gap) bzw. das Sternchen bietet die Möglichkeit, nicht nur Frauen und Männer, sondern auch Trans*- und Inter*-Personen und all jene gesellschaftlichen Positionen sichtbar zu machen, die jenseits von männlich und weiblich existieren. Beide Formen werden mit einem „Glottalem Stopp“ gesprochen, einer kurzen Pause dort, wo sich Unterstrich oder Sternchen befinden.


Beispiele:

  • Sehr geehrte Professor*innen

  • [Vorname, Nachname] ist Mitarbeiter_in unserer Arbeitsstelle.

  • Alle teilnehmenden Student*innen erhalten eine Bestätigung.

Eine andere Möglichkeit, Personen zu bezeichnen, ohne Aussagen über ihre geschlechtliche Zuordnung zu treffen, sind Benennungen der Funktion, in der Personen etwas tun. So bietet es sich an, Erweiterungen wie „-kraft, -hilfe, -person, -ung, -leute“ zu verwenden.


 Beispiele:

  • [Vorname, Nachname], Mitglied der Auswahlkommission, trat nach der Sitzung vor die Presse.

  • Personen, die sich beworben haben, erhalten umgehend eine Bestätigung.

  • Die Seminarleitung führt eine Redeliste.

  • In diesen Feldern gibt es eine Fülle an qualifizierten Fachleuten.

  • Für die Promotion brauchen Sie zunächst eine geeignete Betreuung.

  • Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Dual Career Service.


Literatur:

Zentrale Frauenbeauftragte der Freien Universität Berlin. 2013. Geschlechtergerecht in Sprache und Bild – Ein Leitfaden

Wenn ausschließlich über Frauen gesprochen oder geschrieben wird, sollte das auch in der Formulierung zum Ausdruck kommen. Grammatikalisch geboten und korrekt ist es dann, dass das Wortgeschlecht und die gemeinte Person übereinstimmen.


Beispiele:

  • Frau Meinhart ist Professorin der Physik

  • Als Sprecherin begrüßen wir Frau Soluch und als Sprecher Herrn Dellilo. Oder: Wir begrüßen herzlich Frau Soluch und Herrn Dellilo, die heute zu folgenden Themen sprechen werden: ...

  • Projektleiterin ist Frau Obua, ihre Mitarbeiterin Frau Ziolkowska ist verantwortlich für die Finanzkalkulation, ihr Mitarbeiter Herr Degener ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

Wenn zugleich sowohl über Frauen als auch über Männer gesprochen wird oder werden könnte, sollte dies auch im Text zum Ausdruck kommen. Denn Frauen sollen nicht nur 'mitgemeint' werden, sondern explizit sichtbar werden.


Beispiele:

  • Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | Liebe Mitarbeiterin, lieber Mitarbeiter

  • Expertinnen und Experten stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

  • Bitte lassen Sie den Antrag von Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin unterschreiben


Alternativ können beim Sprechen über Frauen und Männer auch kürzere Formen mit Schrägstrich oder Binnen-I eingesetzt werden. Sie eignen sich für die schriftliche und die mündliche Kommunikation. Gesprochen werden diese üblicherweise mit einem „Glottalem Stopp“, einer kurzen Pause dort, wo sich der Schrägstrich oder das Binnen-I befinden. Das bedeutet, dass sich diese Formen in der Aussprache nicht von der Schreibweise mit Unterstrich oder Sternchen unterscheiden. Deshalb werden sie auch manchmal nur für geschriebene Texte verwendet und mündlich in die weibliche und männliche Form aufgelöst.


Beispiele:

  • Ein/e Wissenschaftler/in
  • Die Forscher/innen
  • Ein/e DoktorandIn
  • alle BewerberInnen

Umformulierungen oder einleitende Nebensätze können genutzt werden, um eine eindeutige sprachliche Geschlechtszuordnung zu vermeiden.
Unpersönliche Pronomen wie „Wer“, „Wenn“, „Alle, die...“, „Diejenigen, die...“ sowie die direkte Anrede und Passivformulierungen können dafür genutzt werden. Auch die Verwendung des Plurals ist in vielen Fällen hilfreich.


Beispiele:

  • Wenn Sie ein Stipendium erhalten, müssen Sie Ihre Leistungsnachweise in jedem Semester vorlegen.

  • Das Dokument wird Ihnen zum Download zur Verfügung gestellt.

  • Ihr Name, Ihre Unterschrift

  • Die Namen aller Personen, die zur Prüfung zugelassen sind, werden öffentlich bekannt gegeben.

  • Herausgegeben von…

Diversitätsbewusste Sprache

Sprachliche Gleichstellung findet nicht nur in Bezug auf Geschlechter statt, sondern auch in Bezug auf andere Kategorien von Diversität und Ungleichheit, die in der Universität eine Rolle spielen. Auch hier ist es sinnvoll, wertschätzend und inklusiv zu formulieren und diskriminierende Formulierungen oder Begriffe mit kolonialer oder NS-Geschichte zu vermeiden.

Hier finden Sie eine Auswahl an Möglichkeiten, in der eigenen Sprache und bei der Auswahl von (Lehr-)Texten diversitätsbewusst vorzugehen:

Wenn Sie unschlüssig sind, welche Bezeichnungen zur Beschreibung von Menschen oder sozialen Gruppen geeignet sind, verwenden Sie im Zweifel Selbstbezeichnungen, wie sie von Vereinen und Interessengruppen empfohlen werden, statt Fremdbezeichnungen. Viele Interessengruppen und Verbände bieten hier Leitfäden und Ratgeber zum Umgang mit Sprache an.
Es gibt Texte und Handreichungen, die Aufschluss geben über Hintergründe, gebräuchliche Selbstbezeichnungen sowie weitere Hinweise zum diversitätssensiblen Umgang mit Sprache, zum Beispiel in Bezug auf Rassismus, Behinderung, geschlechtliche Identität und Trans*.


Literatur:

Projekt Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel (LEO) beim Amt für Weiterbildung und Kultur des Bezirksamtes Mitte von Berlin und Elina Marmer. Hg. Autor*innenkollektiv. 2015. Rassismuskritischer Leitfaden. Berlin.

Redaktion Leidmedien. 2012. Leidfaden.

AntiDiskriminierungsBüro Köln, Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. Hg. Nacro, Sanata, Larissa Fuhrmann, und Ilka Simon. 2013. Leitfaden für einen rassismuskritischen Sprachgebrauch. Handreichung für Journalist_innen.

Triq - TransInterQueer e.V. Hg. 2014. Trans* in den Medien. Informationen für Journalist_innen.

Neue Deutsche Medienmacher. 2018. Glossar.

Beim Sprechen und Schreiben über marginalisierte Gruppen kommt es vor, dass ein Merkmal sprachlich in den Vordergrund gerückt wird und so unterschiedliche Facetten von Personen und auch die Heterogenität der Personengruppe vernachlässigt werden. Deshalb ist es mittlerweile üblicher, von ‚Menschen mit Behinderung‘ statt von ‚Behinderten‘ zu sprechen. Die auch in dieser Toolbox gewählte Schreibweise ‚BeHinderung‘ mit einem Großbuchstaben in der Mitte des Worts soll sichtbar machen, dass Menschen aufgrund gesellschaftlich gemachter Hürden schlechter partizipieren können, also beHindert werden.

Handlungsfähigkeit und Kompetenzen von Menschen können sprachlich stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, indem Sie Formulierungen vermeiden, die BeHinderung als Schicksal darstellen. Vermeiden Sie „Trotzdem“-Formulierungen und Opfer-Zuschreibungen. Thematisieren Sie BeHinderung als einen Aspekt von Personen, nicht als persönlichkeitsbestimmend.


Literatur:

Redaktion Leidmedien. 2012. Leidfaden.

Nicht nur in Bezug auf geschlechterbewusste Sprache bedeutet eine auf den ersten Blick neutrale, unspezifische Darstellung oft, dass die Beiträge von marginalisierten Personen oder Gruppen oder Ursachen für Diskriminierung unsichtbar werden. Benennen Sie daher handelnde Subjekte, Interessen und existierende Konflikte sprachlich eindeutig.


Beispiele:

  • „Marie Curie entdeckte die Elemente Polonium und Radium" statt „1898 wurde das Element Polonium entdeckt“.

  • „In den Kolonialgebieten erhoben sich Herero und Nama 1904 zu anti-kolonialen Widerstandskämpfen“ statt „in den Kolonien lieferten sich Deutsche und Einheimische kriegerische Auseinandersetzungen“.

  • Menschen mussten Deutschland nach 1933 nicht deshalb verlassen, „weil sie Juden waren“, sondern „wegen des für sie immer gefährlicher werdenden Antisemitismus“. (Lebert/Zeug/Hornscheidt 2016)

Machen Sie auch in Literaturverzeichnissen die Urheber*innenschaft von Texten deutlich, indem Sie die Vornamen der Autor*innen ausschreiben.


Literatur:

AntiDiskriminierungsBüro Köln, Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V., Hrsg., Nacro, Sanata, Larissa Fuhrmann, und Ilka Simon. 2013. Leitfaden für einen rassismuskritischen Sprachgebrauch. Handreichung für Journalist_innen.

Lebert, Andreas, und Katrin Zeug. 20.07.2016. Lann Hornscheidt: „Es ist eine Frage der Zeit, bis wir bei der Geburt kein Geschlecht mehr zugewiesen bekommen“. Die Zeit.

Projekt Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel (LEO) beim Amt für Weiterbildung und Kultur des Bezirksamtes Mitte von Berlin und Elina Marmer, Hrsg., Autor*innenkollektiv. 2015. Rassismuskritischer Leitfaden. Berlin.

Begriffe verändern sich im Laufe der Zeit. Einiges, was vor ein paar Jahren noch von vielen Menschen verwendet wurde, ist nun allgemein als diskriminierend anerkannt und kann sprachlich vermieden werden. Dazu gehören unter anderem Verniedlichungen, Klischees, exotisierende und diskriminierende Begriffe in der Sprache. Es gibt für viele diskriminierende Begriffe gute sprachliche Alternativen. Diskriminierende Ideen und unnötige Phrasen können aber auch ersatzlos weggelassen werden.

Überlegen Sie, was Sie genau ausdrücken wollen, und welche Formulierungen Sie dafür brauchen.


Beispiele für Formulierungen, mit denen Sie Handlungsfähigkeit betonen und Menschen nicht herabsetzen könnten sein:

„mutig und verantwortungsbewusst handeln“ statt „seinen Mann stehen“,

„Reinigungskraft“ statt „Putze“,

„Menschen, die Rollstühle benutzen“ oder „Rollstuhlfahrer*innen“ statt „Menschen, die an den Rollstuhl gefesselt sind“,

„Geflüchtete“ statt „Flüchtlinge“.

Statt unspezifisch den ganzen afrikanischen Kontinent aufzurufen, könnten Sie zutreffender konkrete afrikanische Staaten benennen – 'Afrika' ist kein Land.

Die Operationen, die manche Trans*personen durchführen lassen, werden „geschlechtsangleichende Operationen“ genannt.

Phrasen wie „das schöne Geschlecht", "das starke Geschlecht“ oder „der schwarze Kontinent“ können ersatzlos gestrichen werden.


Literatur:

Arndt, Susan, Hrsg. 2006. AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland. Studienausg. Münster: Unrast-Verlag. Link zum Inhaltsverzeichnis.

Arndt, Susan, und Lann Hornscheidt, Hrsg. 2009. Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. 2. Aufl. Münster: Unrast Verlag. Link zum Inhaltsverzeichnis.

Arndt, Susan, und Nadja Ofuatey- Alazard, Hrsg. 2011. Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. 1. Aufl. Münster: Unrast-Verlag. Link zum Inhaltsverzeichnis.

Inititative intersektionale Pädagogik. o.J. Respect Guide. Leitfaden für einen respektvollen Umgang miteinander.

Triq - TransInterQueer e.V., und Leo Yannick Wild, Hrsg. 2014. Trans* in den Medien. Informationen für Journalist_innen.

Neue Deutsche Medienmacher. 2018. Glossar.

Sprache selbst kann eine Barriere sein, wenn die verwendete Sprache nicht die Erstsprache ist oder eine BeHinderung eine bestimmte Nutzung von Sprache erfordert. Auch hier ist sind generalisierte Vorschläge schwierig, da es unterschiedlichen Bedarf und Handlungsspielräume gibt. Einiges lässt sich jedoch in allen Lehrveranstaltungen gut umsetzen:

  • Visualisieren Sie mündliche Informationen und versprachlichen Sie Grafiken oder Bilder.

  • Fragen Sie Ihre Studierenden, ob Sie gut zu verstehen sind und bitten Sie darum, Sie darauf hinzuweisen, wenn Sie lauter oder langsamer sprechen sollen.

  • Bieten Sie unterschiedliche Möglichkeiten der Beteiligung an, die über das Sprechen vor allen Teilnehmenden hinaus gehen. Mehr hier: Didaktische Prinzipien.

  • Signalisieren Sie auch explizit Offenheit für die Nutzung von FM-Übertragung oder Nutzung anderer technischer Hilfsmittel und bieten dazu ggf. einen Sprechstundentermin an. Informationen zum Angebot an der Freien Universität Berlin finden Sie hier.

In der Wissenschaft wird eine Fachsprache genutzt und ein wichtiges Ziel des Studiums ist es, sich diese anzueignen und Fachbegriffe korrekt zu verwenden. Versuchen Sie dennoch, insbesondere beim Sprechen, unnötig lange Sätze zu vermeiden, wichtige Punkte zu wiederholen und Inhalte auch in unkomplizierter Sprache zu vermitteln. Auch wenn es um organisatorische Prozesse an der Hochschule geht, wie Anmeldungs- oder Prüfungsverfahren, ist das für viele Studierende hilfreich und reduziert Nachfragen und Missverständnisse.


Literatur:

Deutsches Studentenwerk, 2013. Informationen für Studieninteressierte und Studierende mit behinderungen und chronischen Krankheiten.

Die Webseite des Netzwerk Leichte Sprache.

Di³ im Rahmen des Programms „Starker Start ins Studium“ und dem Studien-Service-Center der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Hrsg. 2014: Barrierefreies Studium. Leitfaden für Lehrende der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Rechtliche Normen

Akademischer Senat der Freien Universität Berlin. 1993. Frauenförderrichtlinien der Freien Universität Berlin vom 17. Februar 1993.

Gesetz zur Umsetzung europäischer Richtlinien zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung (AGG).

Senatsverwaltung für Inneres und Sport. 2011. Gemeinsame Geschäftsordnung der Berliner Verwaltung - Allgemeiner Teil (GGO I). Berlin.

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen. 2005. Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache in der Verwaltung.


Literatur und Materialien:

AntiDiskriminierungsBüro Köln, Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. (Hg.) Nacro, Sanata, Larissa Fuhrmann, und Ilka Simon. 2013. Leitfaden für einen rassismuskritischen Sprachgebrauch. Handreichung für Journalist_innen.

Arndt, Susan (Hg.) 2006. AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland. Studienausg. Münster: Unrast-Verlag.

Arndt, Susan, und Lann Hornscheidt (Hg.) 2009. Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. 2. Aufl. Münster: Unrast Verlag.

Arndt, Susan, und Nadja Ofuatey- Alazard (Hg.) 2011. Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. 1. Aufl. Münster: Unrast-Verlag.

Braun, Friederike, Susanne Oelkers, Karin Rogalski, Janine Bosak, und Sabine Sczesny. 2007. „Aus Gründen der Verständlichkeit...“. Der Einfluss Generisch Maskuliner und Alternativer Personenbezeichnungen auf die Kognitive Verarbeitung von Texten. Psychologische Rundschau 58. S. 183-189

Boroditsky, Lera. 2011. How Language Shapes Thought. Scientific American 304. S. 62.

Deutsches Studentenwerk (Hg.) 2013. Informationen für Studieninteressierte und Studierende mit behinderungen und chronischen Krankheiten.

Di³ im Rahmen des Programms „Starker Start ins Studium“ und dem Studien-Service-Center der Goethe-Universität Frankfurt am Main ( Hg.) 2014. Barrierefreies Studium. Leitfaden für Lehrende der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache. Informationsflyer der Landeshauptstadt Hannover (2019).

Gabriel, Ute, Pascal Gygax, Oriane Sarrasin, Alan Garnham, und Jane Oakhill. 2008. Au pairs are rarely male: Norms on the gender perception of role names across English, French and German. Behavior Research Methods 40. S. 206-212.

GEND - O - Mat. Ein interaktives Projekt des Gleichstellungsbüros der Bauhaus Universität Weimar

Geschickt Gendern – Das Genderwörterbuch.

Gygax, Pascal, Ute Gabriel, Oriane Sarrasin, Jane Oakhill, und Alan Garnham. 2008. Generically intended, but specifically interpreted. When beauticians, musicians, and mechanics are all men. Language and Cognitive Processes 23. S. 464-485.

Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung der Technische Universität Berlin. 2018. Geschlechtersensible Sprache – Ein Leitfaden. Berlin: Technische Universität Berlin

Lebert, Andreas, und Katrin Zeug. 20.07.2016. Lann Hornscheidt: „Es ist eine Frage der Zeit, bis wir bei der Geburt kein Geschlecht mehr zugewiesen bekommen“. Die Zeit. 

Nacro, Sanata, Larissa Fuhrmann, und Ilka Simon. 2013. Leitfaden für einen rassismuskritischen Sprachgebrauch. Handreichung für Journalist_innen (Hg.) AntiDiskriminierungsBüro Köln, Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.

Nacro, Sanata, Larissa Fuhrmann, und Ilka Simon. 2013. Sprache schafft Wirklichkeit. Glossar und Checkliste zum Leitfaden für einen rassismuskritischen Sprachgebrauch. Hrsg. AntiDiskriminierungsBüro Köln, Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.

Netzwerk Leichte Sprache.

Neue Deutsche Medienmacher 2018. Glossar.

Projekt Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel (LEO) beim Amt für Weiterbildung und Kultur des Bezirksamtes Mitte von Berlin und Elina Marmer (Hg.) Autor*innenkollektiv. 2015. Rassismuskritischer Leitfaden. Berlin.

Pusch, Luise F.1990. Alle Menschen werden Schwestern. Frankfurt a.M.

Redaktion Leidmedien. 2012. Leidfaden.

Schulz von Thun Institut für Kommunikation. o. J. Das Kommunikationsquadrat.

Stahlberg, Dagmar, und Sabine Sczesny. 2006 [2001]. Effekte des generischen Maskulinums und alternativer Sprachformen auf den gedanklichen Einbezug von Frauen. Psychologische Rundschau 52: S. 131-140. https://doi.org/10.1026//0033-3042.52.3.131.

Stefanowitsch, Anatol. 2012. Das generische Maskulinum. Link zu Youtube-Video.

Stefanowitsch, Anatol. 2011. Frauen natürlich ausgenommen. Sprachlog.

Stefanowitsch, Anatol. 2015. Geschlechtergerechte Sprache und Lebensentscheidungen. Sprachlog.

Stefanowitsch, Anatol. 2018. Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen. Duden Verlag.

Triq - TransInterQueer e.V. (Hg.) 2014. Trans* in den Medien. Informationen für Journalist_innen.

Vervecken, Dries, und Bettina Hannover. 2015. Yes I Can! Effects of Gender Fair Job Descriptions on Children’s Perceptions of Job Status, Job Difficulty, and Vocational Self-Efficacy. Social Psychology 46. S. 76-92. https://doi.org/10.1027/1864-9335/a000229

Zentrale Frauenbeauftragte der Freien Universität Berlin. 2013. Geschlechtergerecht in Sprache und Bild – Ein Leitfaden.



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